impulsverzögerung mit Transistoren

Die hier gezeigte Schaltung kann verwendet werden, wenn ein bestimmter Pegelzustand zum Einschaltzeitpunkt einer Schaltung gefordert ist.

Beispielsweise das Auslösen eines Reset an einem IC, oder die Ansteuerung eines MOSFET usw. Der Transistor Q2 zieht den Punkt X am Kollektor für einen bestimmten Zeitpunkt auf Masse.

 

Funktionsweise:

Im Einschaltmoment (hier 13V) ist Q2 über R2 durchgeschalten und der Punkt X wird über Q2 auf Masse gezogen.
Zu diesem Zeitpunkt sperrt Q1, da UBE bei entladenem Kondensator C1 = 0V ist. C1 lädt sich nun über R1 auf und UBE = UC1 steigt linear an.

Der Transistor Q1 sperrt bis die Schwellspannung von ca. 0.6V an der Basis erreicht ist. Jetzt schaltet Q1 durch und zieht damit die Basis von Q2 auf Masse. Dadurch sperrt Q2 und der Transistor befindet sich Kollektorseitig (Punkt X) im hochohmigen Zustand (open collector).

Die Dauer des Umschaltvorganges wird durch die Dimensionierung von R1 und C1 bestimmt. Je größer R1 und/oder C1 gewählt werden, desto länger dauert der Ladevorgang des Kondensators und damit der Anstieg der Spannung an der Basis von Q1. R1 muss hierbei aber noch klein genug sein, um den minimalen Basistrom für Q1 liefern zu können.

lineare Aufladung eines Kondensators

Das folgende Oszibild zeigt die lineare Aufladung des Kondensators (UC).
Der Kollektor von Q2 wurde für diese Messung über einen 1k Widerstand mit +V1 verbunden um die Spannung am Kollektor von Q2 (Ux) darstellen zu können.